Resilienz

Resilienz – von der DNA bis zur Nächstenliebe

Sind Sie zufrieden mit Ihrem eigenen Leben? Haben Sie ausgefallene Hobbies oder Freunde, die einer anderen Kultur oder Glaubensgemeinschaft angehören? Verfügen Sie selbst in unangenehmen Situationen über ein gutes Selbstbewusstsein? Haben Sie Interesse an und Respekt vor Menschen, die Sie gerade erst kennen lernen?

Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit „ja“ oder sogar „na klar“ beantwortet haben, dann freue ich mich mit Ihnen darüber, dass Sie das Leben in all seinen Farben und Facetten genießen können. Gleichzeitig danke ich Ihnen. Denn Sie leben nicht nur für Ihr eigenes Selbstwertgefühl mit Achtsamkeit, Akzeptanz und Respekt, sondern Sie tun dabei gleichzeitig noch etwas Gutes für die Welt.


 Epigenetische Überlegungen

Sind wir gestresst und dabei unzufrieden, nicht stabil und sogar neidisch auf andere, produziert unser Hormonsystem Cortisol in erhöhtem Maß. Unsere Gene reagieren auf die ansteigenden Cortisol-Werte. Es gibt Merkmale auf der DNA, die bei chronischer Belastung unseren Umgang mit Stress dauerhaft fehl regulieren können. Damit einher können Ängste und Impulsivität entstehen.

Wie schon Paracelsus sagte, macht aber „die Dosis das Gift“. Ein resilientes System adaptiert und schüttet als Reaktion vermehrt Oxytocin aus, welches die Cortisol-Produktion wieder auf ein angemessenes Maß zurückführen kann. Oxytocin ist unser sogenanntes „Kuschelhormon“, es sorgt für Kommunikation, den Wunsch nach Nähe und Teilnahme an sozialen Aktivitäten. Die direkte Wirkung von Oxytocin auf einzelne Codierungen von Textbausteinen unserer DNA ist zwar noch nicht ausgiebig geklärt, jedoch ist auch die indirekte Wirkung auf die Cortisol-Produktion schon beachtlich.

 Systemtheoretische Überlegungen

Wenn wir zufrieden mit uns und unserem Leben sind und uns stabil und sicher fühlen, gehen wir nicht nur freundlich, achtsam und respektvoll mit unserem Umfeld um, sondern wir suchen sogar nach Herausforderungen, nach Abenteuern, nach fremden Ländern, Geschmäckern oder Menschen. Das lässt uns unsere Komfortzone vergrößern und unsere Grenzen verschwimmen. Anderssein wird zu Schönheit. Fremde wird zur Normalität. Angst wird zu Mut. Feindschaft wird zu Freundschaft.

Wir können also auf unser Umfeld wirken, indem wir unser Sozialverhalten, unsere Kommunikation, unsere Liebe zum Leben, und unser Mensch-Sein von Tag zu Tag positiv gestalten. Wir machen den Unterschied, indem wir auf Fremde zugehen und sie kennen lernen, indem wir unseren Neid auf andere verstehen und umlernen, indem wir unseren Stress sowie unsere Ängste wahrnehmen und sie positiv verändern und indem wir andere Kulturen aus ganz neuen Perspektiven betrachten.


 Fazit

Stress, Menschen, die mehr haben oder können als wir selbst, Angst vor neuen Dingen und fremden Kulturen sind Gegebenheiten, die uns jeden Tag unseres Lebens begegnen können. Wir haben die Möglichkeit, diesen Situationen stabil zu begegnen und mit Nächstenliebe den Unterschied zu machen. 

Wir beeinflussen mit jedem Wort, mit jedem Tun, sowie mit jedem Schweigen und jedem Nichts-Tun den Verlauf der Entwicklung eines Teils unserer Gesellschaft. Und umso mehr Menschen wir „mitnehmen“, desto größer ist dieser Einfluss. Kommen Sie also mit mir mit, auf diesen Weg, den ich selbst lohnenswert und gut finde.


Was können wir tun?

Wir können mitmachen, spenden oder selber ein Projekt gründen. Beispiele für besondere Initiativen, die das Zusammenwachsen mit anderen Menschen und Kulturen fördern, sind:

http://www.herrundspeer.eu/freeinterrail/

https://www.jugendfuereuropa.de/

https://pulseofeurope.eu/de/

 

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