Vererbung

Vererbung – von der DNA bis zur Verantwortung für unsere Kinder

Haben Ihr Sohn wie auch Ihre Mutter Angst vor engen Räumen? Bekommen Sie nachts dieselben Wadenkrämpfe, von denen Ihre Großmutter früher berichtete? Oder gibt es ein anderes erstaunliches Phänomen in Ihrer Familie, dass sich bis heute weitervererbt hat?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „ja“ beantwortet haben, dann freue ich mich über die Tatsache, dass Epigenetik nicht nur stattfindet, sondern auch bemerkt wird.

Gleichzeitig finde ich herrlich, welche Möglichkeiten und Ideen wir mit diesem Wissen für die Welt, unsere Kinder und Kindeskinder entwickeln können.


Epigenetische Überlegungen

Unsere DNA, welche sich in jedem von uns zu fast 99 Prozent ähnelt, besteht aus 3,3 Milliarden Bausteinen langen Texten. Die Unterschiede liegen in der Information, die diese Texte beinhalten. Je nach Ihrer Beschaffenheit sind Gene träge, aktiv, inaktiv oder nehmen unterschiedliche Botenstoffe an. Das Phänomen ist, dass wir es selbst in der Hand haben, die Textbausteine immer wieder zu verändern, während wir uns am Leben beteiligen.

Aus Tierversuchen mit Ratten, deren DNA unserer sehr ähnlich ist, wissen wir, dass sich die Informationen auf Genen über mehrere Generationen hinweg vererben können. Das kann zu nicht erklärbaren Ängsten, zu besonderen Verhaltensweisen oder zu angeborenen körperlichen Beschwerden führen. Bekommen die Ratten eine Verhaltenstherapie, ändert sich nicht nur ihre Angst oder ihr Verhalten, sondern es verwandelt sich auch die Codierung auf den eigenen Genen und auf der DNA der Nachfahren.

Systemtheoretische Überlegungen

Das Leben unserer Großeltern und Vorfahren hat einen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wir erben ihre Stärken und ihre Schwächen und passen sie an unser Umfeld an, das ein anderes ist, als das Umfeld unserer Vorfahren. So kann jede neue Erfahrung, die wir machen, dazu führen, dass sich ein Verhalten verstärkt, verringert oder verändert. Es ist also die sich verändernde Wirtschaft, Gesellschaft, Politik oder Umwelt, die im Falle unserer vererbten Information auf den Genen eine Veränderung und Weiterentwicklung dieser verursacht.

Wenn wir unsere Kinder in ihrem So-Sein annehmen und ernstnehmen und wenn wir individuell auf ihre Muster im Denken und Handeln eingehen, unterstützen wir sie dabei, ein System zu bauen, in dem sie ihre genetischen Codierungen intuitiv verstehen, akzeptieren und nach Bedarf verändern.


Fazit

Wir können nicht rückgängig machen, was unsere Eltern und Großeltern erlebt haben, wie sie sich ernährt, bewegt oder verhalten haben. Aber wir können uns selbst und unsere Kinder motivieren, gesund zu leben, genug zu schlafen, Stress auszuhalten, liebevoll miteinander umzugehen, uns zu bewegen, uns umweltbewusst zu verhalten und Spaß am Leben zu haben.

Wir beeinflussen mit jedem Wort, mit jedem Tun, sowie mit jedem Schweigen und jedem Nichts-Tun den Verlauf der Entwicklung eines Teils unserer Gesellschaft. Und umso mehr Menschen wir „mitnehmen“, desto größer ist dieser Einfluss. Kommen Sie also mit mir mit, auf diesen Weg, den ich selbst lohnenswert und gut finde.


Was können wir tun?

Wir können mitmachen, spenden oder selber eine Projekt gründen. Beispiele für besondere Initiativen sind:

https://www.schulen-der-zukunft.org/

Willkommen

https://www.schule-im-aufbruch.de/

 

… hier geht’s zurück zur vorherigen Seite …