Vorwort

Liebe Leser(innen),

im Blog auf meiner eigenen Seite möchte ich mehr als nur informieren. Vielmehr möchte ich Sie, meine Leser animieren und zum Mitmachen motivieren. Denn wenn es um uns selbst und unser Wohlbefinden geht, geht es auch immer gleichzeitig darum, das System, in dem wir leben, gesund und lebendig zu erhalten.

Der Blick reicht vom kleinsten Molekül bis hin zum größten Ganzen, unserer Erde – oder auch dem Universum. Wir sind alle Teile von etwas Ganzem (der Mensch als Teil der Gesellschaft). Und wir sind alle ein Ganzes bestehend aus Teilen (der Mensch bestehend aus Zellen, Organen, Muskeln, …). Wir beeinflussen mit jedem Wort, mit jedem Tun, sowie mit jedem Schweigen und jedem Nichts-Tun den Verlauf der Entwicklung eines Teils unserer Gesellschaft. Und umso mehr Menschen wir „mitnehmen“, desto größer ist dieser Einfluss. Kommen Sie also mit mir mit, auf einen Weg, den ich selbst lohnenswert und gut finde.


Epigenetik und Systemtheorie

Wenn ich Sie fragen würde, was Sie sehen, wenn sie in den Spiegel schauen, antworten Sie sicher mit: „Ich sehe mich selbst.“ Damit haben Sie natürlich Recht. Sie sehen sich selbst.

Mit der Brille eines Zellbiologen der Epigenetik betrachtet, steht dort vor dem Spiegel aber mehr als nur eine Person. Der Biologe sieht ein System, das aus mehr als 50 Billionen Zellen besteht. Er sieht ein System aus 3,3 Milliarden Bausteinen langen Texten von DNA. Und er sieht sogar noch mehr, er begreift das Körpersystem des Menschen als ein Spielfeld, auf dem sich die Zellen bewegen, an das sie sich anpassen und in dem sie miteinander interagieren, wie es nötig ist, um selbst am Leben zu bleiben und gleichzeitig das System am Leben zu erhalten. Erbe und Umwelt kommunizieren miteinander. Wir sind also nicht nur das Ergebnis unserer Gene, sondern entwickeln uns stetig weiter anhand unserer sich verändernden Rahmenbedingungen. Und unsere Gene sind keine feste Einheit, sie entwickeln sich mit uns weiter.

Ein Systemtheoretiker denkt genau dort weiter, wo der Epigenetiker aufhört. Denn er betrachtet nicht nur einen Menschen aus Milliarden von Bausteinen, sondern eher Milliarden von Menschen, anderer Lebewesen, Gegenständen und Situationen als Bausteine der Gesellschaft, unserer Welt. In der Systemtheorie wird der Mensch im Zusammenspiel mit  Menschen und Dingen betrachtet. Systeme sind die Gesamtheit dessen, was als eine Verbindung von – miteinander verbundenen und sich austauschenden – Elementen gilt. Der Mensch steht also in Wechselwirkung zu anderen Menschen und seiner Umwelt.

So also bringen wir die Epigenetik und die Systemtheorie zusammen und machen aus ihr Eins. So also begreifen wir den Einfluss der äußeren Umweltbedingungen auf jede unserer Zellen und unsere Gesundheit sowie unser Überleben. Und wir verstehen zudem den Einfluss, den jede einzelne Tat oder jedes Wort auf den Verlauf der gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklung unseres Planeten haben.


Fortbewegung – von der DNA bis zum Umweltschutz

Vererbung – von der DNA bis zur Verantwortung für unsere Kinder

Resilienz – von der DNA bis zur Nächstenliebe